LRS und Legasthenie

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Die Begriffe LRS  und Legasthenie werden häufig synonym verwendet. Es handelt sich aber um zwei Störungsbilder mit unterschiedlicher Ursache. Konkret: die LRS ist eine erworbene Beeinträchtigung oder Minderbegabung, die Legasthenie  hingegen  biogenetischer Natur.

 

 

Die Lese-und Rechtschreibschwäche (LRS)

Von einer erworbenen LRS wird gesprochen wenn Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben durch soziale, schulische, psychische oder physische Faktoren verursacht werden.

 

Eine kognitive LRS hingegen bezeichnet in der Regel eine Minderbegabung deren Ursache in einer mangelnden Intelligenz liegt. Neben den Problemen beim Schreiben oder Lesen sind in der Regel häufig auch andere Schulfächer betroffen.

 

Legasthenie (primäre)

Die Legasthenie ist genetisch bedingt und äußert sich durch:

 

1. Eine zeitweise Unaufmerksamkeit beim Schreiben oder Lesen

Aufmerksamkeitsschwankungen wenn das Kind mit Buchstaben und Symbolen in Berührung kommt.

 

2. Differente Sinneswahrnehmungen

Schwierigkeiten z. B. in der visuellen, auditiven oder räumlichen Wahrnehmung

 

3. Fehlerhaftes Schreiben und oder Lesen

Auslassen von Buchstaben, langsames Schreibtempo, unsauberes Schriftbild, ähnlich aussehende oder klingende Buchstaben werden vertauscht, „Buchstabensalat“, langsames und stockendes Lesen, Schwierigkeiten, die Zeile zu halten, Merkfähigkeitsschwäche (als Beispiele von vielen anderen Symptomen).

 

Sekundäre Legasthenie (psychogene)

Darunter versteht man die durch seelische Störungen verstärkte Dyskalkulie. Wird bei einer Primärdyskalkulie nicht rechtzeitig interveniert, können psychische Probleme eintreten. Zusätzlich zur pädagogischen Intervention kann dann ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten mit Psychologen, Ergotherapeuten und Logopäden sinnvoll sein.

 

Anmerkung:

Bei einer diagnostizierten Dyskalkulie und der damit verbundenen differenten Leistungen in den Sinneswahrnehmungen ist ein alleiniges Training an den Symptomen nicht effektiv. Die Förderung ist umfassender und beinhaltet zusätzlich die Schärfung der Funktionen (Sinneswahrnehmungen), sowie ein individuelles Training der Aufmerksamkeit.

 

Der beste Pädagoge kann eine solche individuelle Förderung in der Schule nicht leisten! Eine kompetente pädagogische Intervention sollte daher stets im Einzelunterricht stattfinden.